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NWZ, 06.06.2010

Tür an Tür: Begegnung zwischen Jung und Alt

Kindergarten und DRK-Seniorenzentrum in Hattenhofen feiern am selben Tag ihr Sommerfest

Bewusst haben Kindergarten und DRK-Seniorenzentrum in Hattenhofen ihre jeweiligen Sommerfeste als gute Nachbarn auf denselben Tag gelegt. Beide konnten sich über ein Türchen gegenseitig besuchen.

Hattenhofen
- Zwölf Uhr mittags. Eine ungewöhnliche Zeit für den Beginn eines Sommerfestes im Hattenhofer Kindergarten. „Wegen des Spiels bei der Fußball-WM mussten wir den Termin um ein paar Stunden vorverlegen, sonst hätten die Helfer beim Abbau gestreikt“, erklärt Birgitte Mock die kurzfristige Umplanung.

„Vom Zauber der Musik – alles singt, alles klingt“ lautet das Motto.

Ein immer wieder nettes Aufeinandertreffen zwischen Jung und Alt
Ein immer wieder nettes Aufeinandertreffen zwischen Jung und Alt

Der Nachwuchs trotzt bravourös der Hitze und führt stolz sein buntes Programm vor, bei dem die sichtbare Freude am Singen schon seit Langem vom Kindergartenteam vermittelt wird.

Ganz anders klingt es dagegen aus dem Seniorenzentrum. „Wir schauen bereits seit Beginn der Weltmeisterschaft jede Menge Fußball, natürlich mit Schal, Fähnchen, Tröte und Chips“, lacht Pflegedienstleiterin Yvonne Staudenmayer. Doch zuvor begeben sich alle Bewohner auf eine modische wie musikalische Zeitreise durch die 1920er, 30er und 40er Jahre mit Moderatorin und Dirigentin Gabriele Grabinger vom Liederkranz Zell. Auch wenn König Fußball quasi einen Strich durch das zeitgleiche Generationenfest machte, versammelten sich Alt und Jung pünktlich um 14.30 Uhr zur offiziellen Einweihung der Verbindungstür im Grünbereich des Kindergartens. „Die Kinder gehen meist viel unbefangener mit den Senioren um, als das manche Erwachsene tun. Um die Verbundenheit auch in Zukunft zu unterstreichen, kann das Gartentor jederzeit gegenseitig benutzt werden“, betont Bürgermeister Jochen Reutter, der wie die Kindergarten- und Heimleitung aufgrund der nahenden 40-Grad-Grenze bewusst auf eine Rede verzichtet hatte.

Bereits bei der Planung des Seniorenheims war klar, dass man das Haus nicht mehr wie früher weit weg vom Geschehen an den Ortsrand platziert. Gemeinsam mit der Gemeinde und dem DRK wurde ein Verbindungsweg zwischen den Objekten erarbeitet, der eine kurze Strecke zum jeweiligen Nachbarn bedeutet, aber für beide Seiten einen riesigen Generationssprung darstellt. Und der fand seitens des Kindergartens längst statt.

Info
Ab sofort gibt es jeden Sonntag von 14.30 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen im DRK-Seniorenzentrum – auch zum Mitnehmen.